• Peter

Technische Pannen wie noch nie auf einer Reise...


Seit Beginn unserer Reise verging kein Tag ohne irgend ein technisches Problem oder eines Ausfalls irgendeines Gerätes. Da wir aber auch eine "fahrende Werkstatt" sind und wir immer Werkzeug an Board haben, können wir auch so einiges immer wieder direkt selber erledigen. Trotzdem ist es nervig und zeitaufwendig immer wieder Reparaturen durchzuführen.

Eine Woche vor Abreise in der Schweiz musste unser WoMo noch zur MfK-Prüfung. Die Prüfung war ohne Beanstandung aber mit dem Vermerk, dass die vorderen Federbeine gewechselt werden müssten. Also haben wir dies noch getan. Auch eine der Schlussleuchten hatte einen kleinen Riss, was eigentlich mit dem Einsetzen eines neuen Glases erledigt sein sollte. Und hier beginnt nun die Pannenserie...

Einen Tag vor der Abreise wurden noch die Federbeine ausgetauscht in der Garage - keine Problem - wurde erledigt. Ein neues Schlussleuchten-Glas habe ich ins WoMo gelegt, damit dieses gleich noch mit ausgetauscht werden konnte - auch kein Problem - meinte die Garage. Also, tags drauf WoMo abholen und morgens um 2 Uhr ging's los Richtung Berlin. Irgendwann unterwegs haben wir festgestellt, dass die hintere rechte Schlussleuchte weder Licht noch Bremslicht hat - alles "zapfenduster". Auf einem Rastplatz also Werkzeugkoffer rausgeholt, Schlussleuchte abgeschraubt, was jedoch fast nicht möglich war, da das Glas mit einem Kleber unterlegt war. Also blieb nur rausreissen mit roher Gewalt, was dann auch gelang. Birnen waren alle ok, aber die Federkontaktbleche waren alle abgebrochen. Der Mech in der Garage hat es wohl zu gut gemeint und die Schrauben wohl mit einem falsch eingestellten Drehmomentschlüssel wieder angezogen. Also blieb nur basteln übrig, da diese Schlussleuchte nicht überall erhältlich ist - schon gar nicht auf einem Rastplatz. Das Problem liess sich lösen mit der Unterlegung von geknüllter Alufolie und einem starken Klebeband - hofften wir. Ging auch und die Fahrt ging weiter. Bremslicht geht heute noch, aber Schlusslicht ist wieder kaputt. Bei einem Händler in Schweden habe ich dann endlich eine komplette Schlussleuchte erhalten, welche dann morgen Sonntag ihren neuen Platz am Heck unseres WoMo's finden wird. Somit sollte das Problem dann endlich definitiv gelöst sein.

Eines Morgens dann das nächste Problem. Schreie aus dem Badezimmer des WoMo's liessen mich fast die Kaffeetasse fallen lassen. Gaby kam nicht mehr aus dem Badezimmer raus, da der Drehknauf der Tür den Bolzen in der Mitte und unten nicht mehr zurück zog. Also Tür zu... Mit Aufwand und wieder mit viel Werkzeug liess sich die Tür dann wieder öffnen und Gaby konnte wieder raus. Schloss war aber kaputt was hiess, die Tür lässt sich nicht mehr schliessen, was beim Fahren sich jeweils sehr negativ auswirkte. Also wieder Einsatz des Klebebandes und die Suche nach einem neuen Türschloss beginnt. Beim selben Händler ist dann das unmögliche eingetreten - dieser hatte so ein Türschloss auf Lager. Unglaublich - und dies in Schweden. In der Schweiz hätte ich dieses beim Hersteller bestellen müssen. Das Ende der Geschichte ist, es gibt nun am Morgen kein Geschrei mehr aus dem Badezimmer und ich kann meinen Kaffee ohne Handwerker-Einsatz zu Ende trinken.

Gestern an der Versorgungstation in Karlskrona hatte ich nach der Wasserentleerung vollkommen vergessen, dass unser WoMo ein wenig länger ist als ein PW. Die Station war sehr eng und beim Rausdrehen des WoMo's hat dann das Heck eine "Emergency Fire Station" gestreift. Zum Glück hatte die Lüftungsklappe des Boilers genau diese Höhe und diese wurde dann gut in der Hälfte abgerissen. Was soll's - die Lüftungsklappe hat jetzt noch mehr Luft und der Boiler läuft dafür vielleicht noch besser :-)). Dieses defekte Teil werden wir definitiv durch die Ferien fahren, da ich dies hier wirklich nicht bekommen werde. Ist aber zum Glück nur ein optischer Verlust.

Gestern noch WLAN - heute grosses Schweigen im Router. Unser Internet Hot-Spot Router im WoMo für grosse WLAN-Distanzen hat sich verabschiedet. Hier gibt's leider nichts zu reparieren. Der muss definitiv ausgetauscht werden. Also haben wir uns nun in Schweden einen Internet Surf-Chip besorgt und gehen damit mit einem G3/G4 Hot Spot ins Netz. Funktioniert tadellos - ansonsten würde dieser Blog schweigen...

Mein E-Bike hat vor ein paar Tagen auch den Geist ausgehaucht. Liess sich nicht mehr einschalten, obwohl der Akku voll war. Stundenlanges suchen in der Elektronik und an der Elektrik war dann endlich erfolgreich. Zum Starten brauchts halt ein paar Handgriffe mehr jetzt, da die Steuerelektronik des Akkus überlistet werden muss, damit es wieder läuft. Habe also einige kleine Stöcke vorbereitet und mich für die Reparatur bei Mutter Natur bedient. E-Bike läuft bis heute wieder problemlos.

Heute lief mal alles rund - nichts kaputt - nichts zerstört und keine weiteren Dellen ins WoMo gefahren. Hoffen, es bleibt so und ich kann die Werkzeugkiste wieder in den hintersten Winkel des WoMo-Kellers verbannen.


7 Ansichten

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