• Peter

Unterwegs im Norden von Rügen mit dem "Hanomag"


Heute waren wir mit auf einer "Hanomag-Tour" zur westlichsten Halbinsel Rügens namens Wittow. Diese Halbinsel war zu DDR Zeiten absolutes Sperrgebiet, weil hier damals die 6. Flottilie ihren Hafen hatte und gleichzeitig auch Wasserflugzeuge beherbergte. Eine Start- und Landebahn war auf der schmalen Halbinsel auch vorhanden. Bis heute ist die Halbinsel nicht öffentlich zugänglich. Auf der gesamten Tour wurden wir begleitet von einem Herrn, der damals der 6. Flottilie angehörte und uns vieles aus der Geschichte dieses Stützpunktes erzählen konnte. So auch etwa das Detail, dass die Russen direkt am Flugfeld in regelmässigem Abstand Pappeln gepflanzt haben. Dies darum, weil Pappeln sehr schnell wachsen und mit ihren Wurzeln die Betonplatten der Piste anheben, zerreissen und diese so unbrauchbar als Rollfeld machen. Dennoch braucht diese Methode ein wenig Zeit - die Natur erledigt dies dann aber zuverlässig von alleine.

Für uns wurden aber heute die Tore geöffnet und was wir sahen und zum Teil auch nicht mehr sahen, war sehr eindrücklich. Seit Jahren wurde hier nun der ehemalige Stützpunkt rückgebaut, Hallen und Gebäude abgerissen und die Natur aber sich selber überlassen. Das heisst, dass all die Jahre nach der Wende sich die Natur zurück geholt hat, was der Mensch ihr einst genommen hatte. Die Wälder gleichen Urwäldern und die Gebüsche sind bald so gross wie die Bäume. Auch die ehemals angelegten Strassen wurden von der Natur zurück erobert. So kann man deutlich erkennen, dass den Strassen eine Fahrbahn fehlt.

Die Halbinsel ist heute zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehörend und besteht aus einer Puffer- und einer Kernzone. Die Kernzone ist absolut tabu für alles und jeden. Generell darf hier nichts verändert werden, auch wenn alles "verbuscht". Eine dritte Zone ist Privat und ist öffentlich für Gäste nur mit Bewilligung zugänglich. Nach dem Rückbau war der Boden überall kontaminiert mit Teer. Aber dies scheint die Natur weiter nicht zu stören. Wunderschöne Uferzonen haben sich natürlich gebildet und eine zauberhafte und stille Bodden-Landschaft entsteht hier langsam wieder (siehe folgende Bilder).

Unglaublich wenn man bedenkt, dass dieser Flecken Erde mal ein Marinehafen war.

Aber auch die Ostsee-Seite ist unglaublich schön auf dieser damals von Militär bewohnten und mit Kriegsmaterial versehenen Halbinsel.

Der ehemalige Hafen umfasst heute noch die Molen mit den Anlegepollern. Einsam inmitten der langen Anleger liegt ein Fischerboot, welches dem letzten Berufsfischer von Dranske gehört. Er ist der einzige, der den Hafen benutzen darf.

Hier gab es dann auch Mittagessen... Erbsensuppe mit Bockwurst, mitten auf einer grossen Anlegemole. Dazu ein Bier mit Sanddorn-"Sprutz". Herrlich erfrischend... 👍👍🤗.

Nach dieser sehr eindrücklichen Besichtigung und bereits sehr müden Füssen (haben alles zu Fuss zurückgelegt mit unzähligen stechenden Begleitern) gings durch das Sperrtor wieder zurück in die öffentliche Zone. Unseren Mitbegleiter haben die Mücken unzählige male gestochen - wir haben zum Glück nichts abbekommen. Da war doch der richtige Mann mit uns unterwegs - oder die richtige Blutgruppe 🤣.

Weiter gings über verschiedene Stationen ( siehe folgende Bilder) schlussendlich zum Nordstrand von Rügen. Dieser zieht sich von Kap Arkona runter bis Dranske. Einfach nur traumhaft schön... und fast menschenleer.

über Wiek...

... zum Nordstrand wo es Sandornschnapps gab...

Blick von oben auf den Nordstrand

der Nordstrand

Eine sehr lange und abenteuerliche Treppe führte zum Nordstrand und leider auch wieder zurück. Hätte nie gedacht, dass ich diese Treppe schaffe auf dem Rückweg. Mit drei "Anläufen" hat es dann aber doch noch geklappt und der Hanomag ist mit mir zurück gefahren 😥😥.

Die Rückfahrt führte uns an vielen, hier noch typischen, Mohnfeldern vorbei.

Hier nochmals unseren Hanomag - nichts für schwache Rücken - aber einfach nur toll 😄👍.

Abends sind wir völlig vollgedröhnt mit vielen Informationen und vielen neuen Eindrücken wieder in Juliusruh angekommen. Toller Tag gewesen...


3 Ansichten

NAm aturcamping am Schlosspark, Lübbenau, Spreewald

Schöner Platz direkt an den Fliessen in Lübben

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Januar 2016 - Gaby Häner

Camping Galsklint, Middelfart

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rei wählbar ohne Parzellierung. Sehr nettes und unkompliziertes Personal. Gute Infrastruktur. Super gelegen für 

Ausflüge zu den Kreidefelsen. Innerhalb von 10-15 Minuten mit dem Fahrrad erreichbar. Natur pur.