Bei den Kreidefelsen in Moens Klint


Dass wir am heutigen Tag überhaupt noch irgendwas sehen würden, stand am Morgen sehr in Frage gestellt. Der starke Wind letzter Woche auf Fehmarn in Verbindung mit dem Fahrtwind auf dem Fahrrad (die Einheimischen sagen – egal in welche Richtung du fährst, du hast immer Gegenwind) hat sein Opfer gefordert. Gaby hat eine starke Erkältung mit Husten und allem was dazu gehört. Das sah nach einem „Zwangpausentag“ aus und dies bei strahlendem Sonnenschein, ohne Wind (heute zum ersten mal seit Reisestart) und Temperaturen schon am Morgen früh über 20 Grad. Doch es kam doch noch anders:

Nach einem ruhigen Morgen im und ums WoMo herum, ging es Gaby ein wenig besser und so wurde der geplante Trip mit dem Velo zu den Kreidefelsen doch noch in Angriff genommen. Also auf zu den Moens Klint. Auf verschlungenen Pfaden in einem der ältesten Buchenwälder (Bäume zum Teil 400 Jahre alt) sind wir dann leider vom Weg abgekommen und auf eine Mountain Bike Piste auf den Kreidefelsklippen geraten. Ein Weiterkommen war nach einiger Zeit mit unseren E-Bikes nicht mehr möglich. Also weiter zu Fuss, die Velos im Wald stehengelassen, schliesslich waren wir bereits auf Pfaden über den Klippen. Für Schweizer Wanderfreunde wäre dies schon fast ein Paradies. Entlang der gesamten Kreidefelsküste sind Wanderwege die einmal steil nach oben gehen und dann wieder runter. Nicht sehr hoch, aber umso steiler. Klippe für Klippe kann man so erklimmen bei immer bester Aussicht aufs Meer und die Kreidefelsen. Immerwährende kolossale Ausblicke sind auf dieser Wanderroute garantiert.

So haben wir, trotz reduziertem Leistungsvermögen von Gaby, Plätze und Klippen erklommen mit Namen wie „Hylledals Fald“, „Nylands Nakke“, „Abildgaards Fald“, „Gukkene Hule“, „Freuchens Pynt“, „Graederen“, usw. Mons Klingt bietet auch ein Geo Center zum Besuch an, von wo aus man die längste Treppe Dänemarks runtergehen kann zum Strand vor den Klippen. Natürlich immer mit dem Hinweis „Betreten auf eigene Verantwortung“, da Abbrüche und Rutsche jederzeit möglich sind. Wir haben uns diesen Weg umständehalber erspart und, wenn ich die Gesichter der Leute gesehen habe, die die Treppe wieder hochkamen, war dies auch die richtige Entscheidung. Also für alle die gerne Wandern, hier wäre noch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Route zu absolvieren. Generell ist die Möglichkeit des Wanderns und auch des Erkunden mit dem Fahrrad sehr gut. Viele Wege durch wunderschöne Buchenwälder oder eben den Klippen entlang.

Viele schöne Photos später und nach, für unsere Verhältnisse langen Wanderstunden, haben wir uns zum Abschluss noch einen kleinen „Break“ auf der Terrasse des Geo-Centers „Moens Klint“ gegönnt. Warum das hier erwähnenswert erscheint ist, dass sich die schweizerische „Hochpreisinsel“ heute ein wenig relativiert hat. Ein Glas Cola, ein Fläschchen Mineralwasser und ein Glace = stolze 18.50 Sfr. (umgerechnet Tageskurs). Da vergeht einem der Durst doch glatt weg und man möchte am liebsten in die „Kreide“ beissen. Man braucht also nicht unbedingt nach Venedig zu reisen um für einen Teller Spaghetti 28 Euro zu zahlen - geht locker auch in Dänemark. Bin mal gespannt was rauskommt wenn wir am Montag Richtung Skagen weiterfahren und vorher noch unseren „Bunker“ (Kühlschrank und Kühlboxen in der Heckgarage) neu auffüllen müssen mit Vorräten. Aber eigentlich sind wir Schweizer dies ja bestens gewohnt…

Morgen Sonntag stehen jedoch zuerst noch andere Punkte auf dem Programm. Hoffen, dass Gaby dann wieder langsam auf den Damm ist und wieder voll mithalten kann.

Nachtrag: Soeben hat uns eine Gewitterwolke besuchen wollen und beim Grillieren stören. Frechheit... nach einer Woche andauernder Sonne einfach ohne Handy-Radarwarnung so zu erscheinen. Die Wolke ist jedoch unverrichteter Dinge wieder abgezogen und hat uns in Ruhe gelassen. Jede Änderung unseres andauernden Wetterstatus wird nicht gebilligt und mit einem "Cüpli" bekämpft.

#MoensKling #Kreidefelsen

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Januar 2016 - Gaby Häner

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