Ein Tag in Lübbenau, Spreewald


Diese Nacht habe ich sehr gut geschlafen. Beim Aufstehen ist der Himmel über uns stahlblau und die Sonne scheint. Und das, obwohl gestern der Wetterbericht Regen angekündigt hat.

Wir geniessen den Morgen auf dem Platz und gehen am Mittag zum Hafen und schauen, ob ein Kahn ablegt.

Wir hatten Glück und ein Kahn hatte noch Platz für eine zweistündige Tour nach Lehde. Lautlos über die Fliessen, wie die Kanäle hier heissen, zu gleiten ist sehr entspannend. Wenn da nicht ein paar Berliner im hinteren Teil des Kahns gewesen wären, die diese Fahrt als Vergnügungsfahrt mit Ballermann-Spassfaktor interpretierten.

Der Kahnfahrer informierte uns über die Gepflogenheiten von heute und damals der Bewohner (Sorben und Wenden). Teile des Dorfes Lehde ist nur mit dem Kahn erreichbar, keine Strasse. Die Briefkästen werden vom kahnfahrenden Postboten bestückt, die Müllabfuhr erfolgt ebenfalls per Kahn. Die Häuser reihen sich idyllisch am Kanal und da und dort versucht jemand, mit einheimischen Grukenprodukten Geld zu verdienen. Hier kann man direkt vom Kahn aus Souvenirs, Gurken etc. kaufen.

Um eine Kurve rum wird man darauf vorbereitet, dass nun ein Foto geschossen wird. Mit einer Angel werden die Coupons mit der entsprecheden Nummer ins Boot gereicht. Später könnte man diese am Hafen kaufen. Die Einheimischen haben sich einiges überlegt, um die Paddler und Kahnfahrer zu verpflegen und etwas Geld nebenbei zu verdienen.

Im Dorf Lehde gibt es eine halbstündige Pause. Mehr braucht man nicht, so klein ist das Dorf. Für das Museum hat es dann aber doch nicht gereicht. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, ich sei im Europapark, alles sehr touristisch, idyllisch schön und doch irgendwie abstrakt. Naja, wenn die Wirtschaft nicht mehr vor Ort ist, müssen die Leute halt ihr Geld mit den Touristen verdienen und diesen etwas bieten.

Diese Kahnfahrten gibt es auch als 8, 5 und 4- stündige Fahrten. Bei einem ganzen Tag würde man sicher mehr Einblick in die Natur und nicht nur in die touristischen Hochburgen erhalten.

In der Mitte der Fahrt wird das Wetter schlechter und kaum sind wir zurück im Hafen, fängt es an zu regnen. Doch nicht so viel Glück gehabt wie anfänglich gedacht oder gehofft. Wir essen am Hafen ein typisches Spreewald Gericht. Peter etwas mit Schnitzel (Gericht der Kahnfahrer) und einer Gurkenpanade, ich eine Form von scharfer Gurkensuppe. Sehr gewöhnungsbedürftig Gurken heiss zu essen. Nach dem halben Teller habe ich dann auch genug und muss aufgeben. Dafür gönne ich mir vis à vis des Hafens noch eine Waffel mit Puderzucker, um den komisch "scharf-süss-sauren" Geschmack zu neutralisieren.

Mit den Velos machen wir noch eine Runde durch die Altstadt von Lübbenau, es ist inzwischen nass und frisch geworden und ich friere seit langer Zeit wieder einmal, also beklage ich mich nicht.

Morgen wollen wir, wenn es das Wetter zulässt versuchen, ein Kanu zu mieten. Mal schauen, ob Peter mit seinem Rücken da rein kommt. Alleine kann man das ruhige dahingleiten sicher besser geniessen als in einem mit Leuten befüllten Kahn.

#Spreewald #Lübbenau #Kahnfahrt

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NAm aturcamping am Schlosspark, Lübbenau, Spreewald

Schöner Platz direkt an den Fliessen in Lübben

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Januar 2016 - Gaby Häner

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