Ritt ĂŒber Stock und Stein auf die Insel Poel


Unser Stellplatz auf der Insel Poel

Timmendorfer Strand

Timmendorfer Strand

... und alle ausserhalb der 3 Meterzone schwimmen am Strand entlang... 😄😄

Leuchturm Timmendorf

Hafenblick

In der Nacht auf Montag hat es mal so richtig geregnet. Am Morgen war aber bereits wieder sonnig und warm, d.h. schwĂŒlwarm - stöhn - Ă€chz đŸ˜„.

Bereits am Morgen um 9.45 Uhr starteten wir, da wir alles schon gestern "trocken" abgebaut haben. Ziel wĂ€re LĂŒbeck gewesen, haben wir aber ausgelassen, da eine Stadtbesichtigung bei 30 Grad nicht unser Ding ist. Wir entschieden uns fĂŒr die Insel Poel, denn am Meer ist es meist nicht so heiss, da Wind 👍👍. Also "Lisa" gefĂŒttert und los ging‘s.

In LĂŒbeck kam ich auf die glorreiche Idee noch zu Karl‘s (alles Erdbeer oder was??) in Warnsdorf zu gehen, ist ganz in der NĂ€he von LĂŒbeck. Peter hat gleich die "Lisa" neu programmiert, jedenfall versucht... Die Adresse gab es gar nicht im Navi. WĂ€hrenddessen wusste Peter auch nicht mehr wo es lang geht und so drehten wir einige Ehrenrunde durch gefĂŒhlte 100 Einfamilienhausquartiere in LĂŒbeck mit Strassen wie Radstreifen und links und rechts parkiereten Autos. Enger gings fast nicht mehr und wir hĂ€tten um ein Haar neue Spiegel gebraucht. Irgendwann hat unsere "Lisa" dann Ratekau gefunden - die offizielle Adresse von Karls "Erbeer-Paradies".

In Ratekau angekommen navigierten wir mit dem Handy-App in der Hoffnung, besser zum Ziel zu gelangen. Dies fĂŒhrte uns aber ĂŒber Stock und Stein auf Strassen und Waldwegen, die man eigentlich nicht mehr als solche bezeichnen kann. Teilweise gerade mal 1.5 Auto breit und das bei ziemlich heftigem Gegenverkehr. Das war eine ziemlich anstrengende Fahrt an oder ĂŒber der Bordsteinkante, oder besser gesagt dem Strassengraben entlang. Zum GlĂŒck hat unser WoMo hinten ZwillingsrĂ€der. So blieb eines immer auf der Strasse. Nach ca. 15 km kamen wir dann bei Karl‘s an - war dann doch in Warnsdorf.

Also rein dort und Kissen suchen. Leider gab es genau diese Kissen nicht. Hat sich also toll gelohnt, diesen höllischen Umweg zu fahren 😞. DafĂŒr genehmigten wir uns ein feines Zmittag dort (Nationalgericht des Nordens - SchniPo XXXL mit Cola) und schlenderten noch ein wenig durch die VerkaufsflĂ€chen. Immer wieder schön zu sehen, was es so alles maritimes und erdbeeriges gibt. Denn Karl‘s ist ein Erlebnis- und Erdbeerhof. Der Geschmack ist so intensiv, dass plötzlich in jedem ein starkes FluchtgefĂŒhl aufsteigt. Dem sollte man dann auch nachgeben und gehen, bevor was anderes nachgibt 😉😯.

Danach ging es zum GlĂŒck nicht mehr die ganze Strecke zurĂŒck und wir fanden passable Strassen. Kaum hatten wir die Grenze zu Mecklenburg ĂŒberquert (steht auf einem Schild), fanden wir makellose Strassen. Wie ĂŒberall in der ehemaligen DDR sind diese neu gemacht. Das ist auch immer wieder das, was wir von den Westdeutschen zu hören bekommen, dass die ganzen Gelder fĂŒr den Wiederaufbau gebraucht wurden und in Westdeutschland kein Geld mehr fĂŒr den Strassenbau da ist/war. Ganz unrecht haben sie ja nicht, das haben wir auf unserer Fahrt bis hierher selber festgestellt.

Nachmittags kurz vor 3 kamen wir dann auf dem Campingplatz Leuchtturm in Timmendorf auf der Insel Poel an. Aber irgendwie waren wir enttĂ€uscht. Der Platz ist sehr gut besucht, alles "quadratisch, praktisch und gut". Das Wasser sieht man auch nicht. Wir entschieden uns, hier nur eine Nacht zu bleiben und stellten uns ziemlich weit hinten auf einen Platz, wo es noch nicht viele WoMo‘s hatte. Kaum eingerichtet stellten wir fest, dass der einzig grosse Baum auf dem Platz genau so plaziert ist, dass unsere SAT-SchĂŒssel keinen Empfang hatte. Etwas spĂ€ter merkten wir auch noch, dass genau dieser "Sch...-Baum auch noch tausende kleine Fliegen beherbergte und unsere StĂŒhle voll davon waren. Zudem schien die Sonne direkt unter die Markise - kein Schatten. Also Markise einziehen, Stromstecker wieder ausziehen und rĂŒckwĂ€rts in eine andere Parzelle fahren. Nun klappt es auch mit dem SAT-Empfang und den Schatten gab es auch noch dazu.

Nachdem wir uns etwas erholt hatten, machten wir noch eine kleine Velotour in den Hafen zum Leuchtturm, zum Strand und ins Hinterland. Hier ist alles sehr klein und ĂŒberschaubar. Der Strand ist eng und mit vielen Strandkörben bestuhlt. Ein Hinweisschild weist darauf hin, dass der Strand rund um den Strandkorb gepachtet ist und man 3 m um diesen Korb nicht gehen darf. Sowas hab ich noch nie gesehen und kommt mir auch komisch vor. Irgendwie spinnen die hier ein bisschen. Das heisst, dass Passanten schon fast nasse FĂŒsse kriegen beim "promenieren" đŸ€”đŸ˜….

Nun ja, morgen geht es weiter. Wahrscheinlich steuern wir dann Prerow an - RiesendĂŒnen mit 100-erten von Wohnwagen mitten drin im Sand. Dort möchten wir dann ein paar Tage bleiben und die Umgebung erkunden. FĂŒr heute ist nun Schluss - ist nun auch schon dunkel und die MĂŒcken blasen zum Angriff.

Gaby am Mugge-Chlöpfe mit de Schuhe...


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NAm aturcamping am Schlosspark, LĂŒbbenau, Spreewald

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Januar 2016 - Gaby HĂ€ner

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